Hokusai — Ausgewählte Werke

Katsushika Hokusai — @hokusai

Xibit360-Ausstellung · Curated by Xibit360

Katsushika Hokusai hat sich über siebzig Jahre lang immer wieder neu erfunden. Dieser Raum vereint fünfzehn seiner Drucke, von den zarten Surimono um 1800 bis hin zur Großen Welle und dem Roten Fuji aus den "36 Ansichten des Berges Fuji", seinen Geisterbildern und seinen Illustrationen klassischer Poesie aus den 1830er Jahren. Aus den frei zugänglichen Sammlungen des Art Institute of Chicago und des Cleveland Museum of Art; jedes Bild ist gemeinfrei.

Tsukasa und andere Kurtisanen des Ogiya betrachten den Herbstmond, der über Reisfeldern vom Balkon in Yoshiwara aufgeht — Katsushika Hokusai
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No. 01

Tsukasa und andere Kurtisanen des Ogiya betrachten den Herbstmond, der über Reisfeldern vom Balkon in Yoshiwara aufgeht

Katsushika Hokusai — 1799

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Tsukasa und andere Kurtisanen des Ogiya betrachten den Herbstmond, der über Reisfeldern vom Balkon in Yoshiwara aufgeht

Katsushika Hokusai — 1799

Gomeirō ist ein weiterer Name für das modische Teehaus Ōgi-ya (Haus der Fächer) im Yoshiwara-Viertel von Edo (dem heutigen Tokio). Zwei Kurtisanen, jeweils begleitet von einer Geisha und einer Shinzō (Lernmädchen einer Kurtisane), betrachten einen vollen Herbstmond, der über den umliegenden Reisfeldern aufsteigt. Die Eleganz der fließenden Gewänder der Frauen und die Ruhe des Abends mit einem vollen silbernen Mond tragen zur poetischen Atmosphäre dieses Surimono bei, einem privat in Auftrag gegebenen Druck, der in der Regel von Text begleitet wird—hier ein Gedicht, das lautet: Welche Lebhaftigkeit! Geisha, Shinzō und Spaßmacher füllen den Raum, alle Gäste des Mondes.

21 × 56.6 cm · Surimono; color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Die Dichterin Ono no Komachi, aus der Serie "Die sechs unsterblichen Dichter (Rokkasen)" — Katsushika Hokusai
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No. 02

Die Dichterin Ono no Komachi, aus der Serie "Die sechs unsterblichen Dichter (Rokkasen)"

Katsushika Hokusai — 1805

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

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Die Dichterin Ono no Komachi, aus der Serie "Die sechs unsterblichen Dichter (Rokkasen)"

Katsushika Hokusai — 1805

Berühmte Dichter der klassischen Epoche Japans wurden über Jahrhunderte hinweg in Gruppen zusammengefasst, wahrscheinlich um ihre Schriften zu lehren. Die Dichterin Ono no Komachi war die einzige Frau unter den Sechs Unsterblichen Dichtern, die in einer Druckserie von Katsushika Hokusai verewigt wurde. Sie wurde im neunten Jahrhundert geboren, und es ist sehr wenig über sie bekannt. Die Berichte über sie variieren: Einige verehrten sie als talentierte Dichterin und unvergleichliche Schönheit, während andere sie als verarmte und unattraktive alte Frau darstellten. Hier ist sie in Hofroben aus dem neunten Jahrhundert gekleidet, während sie über ihre Schulter hinter einem stehenden Wandschirm blickt. Im Gedicht beklagt Komachi subtil die Unzuverlässigkeit der Liebe eines Mannes und vergleicht die Veränderung der Farbe einer Blume mit den Veränderungen im Herzen eines Menschen: Was verblasst Doch nicht in der Farbe sichtbar Ist in der Blüte Im Herzen jener Person In meiner Welt. (Übersetzung von Roy E. Teele) Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

38 × 26 cm · Color woodblock print; oban

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

Korb mit Pfingstrosen — Katsushika Hokusai
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No. 03

Korb mit Pfingstrosen

Katsushika Hokusai — 1810

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Korb mit Pfingstrosen

Katsushika Hokusai — 1810

Ein Surimono ist ein privat in Auftrag gegebener Druck, der zur Ankündigung oder Erinnerung an ein besonderes Ereignis verwendet wird. Dieses Bild feiert ein Ereignis im Leben des Schauspielers Ichikawa Danjuro VII, dessen Emblem die Pfingstrose war. Nach japanischer Tradition ist die Pfingstrose - eine der Blumen der vier Jahreszeiten - die Blume des Sommers.

38.3 × 52.1 cm · color woodblock print; surimono

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Die große Welle vor Kanagawa (Kanagawa oki nami ura) aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)", auch bekannt als Die große Welle — Katsushika Hokusai
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No. 04

Die große Welle vor Kanagawa (Kanagawa oki nami ura) aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)", auch bekannt als Die große Welle

Katsushika Hokusai — 1825

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

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Die große Welle vor Kanagawa (Kanagawa oki nami ura) aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)", auch bekannt als Die große Welle

Katsushika Hokusai — 1825

Katsushika Hokusais viel gefeierte Serie, „36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjûrokkei)“, wurde 1830 begonnen, als der Künstler 70 Jahre alt war. Diese meisterhafte Serie begründete die Beliebtheit von Landschaftsdrucken, die bis heute anhält. Besonders auffallend an der Serie ist Hokusais ausgiebiger Einsatz des neu erschwinglichen Berliner Blaus, das in vielen Kompositionen für den Himmel und das Wasser verwendet wird. Der Berg Fuji ist in jeder Szene der Protagonist, entweder aus der Ferne oder aus der Nähe betrachtet, bei verschiedenen Wetterbedingungen und Jahreszeiten, und aus allen Himmelsrichtungen. Das bekannteste Bild aus der Serie ist die „Große Welle“ (Kanagawa oki nami ura), in dem ein kleiner Fuji in der Ferne unter dem Kamm einer riesigen Welle zu sehen ist. Die drei Impressionen von Hokusais Großer Welle im Art Institute sind alle spätere Drucke als die erste Fassung des Entwurfs. Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

25.4 × 37.6 cm · Color woodblock print; oban

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

Regensturm unterhalb des Gipfels (Sanka hakuu), aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)" — Katsushika Hokusai
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No. 05

Regensturm unterhalb des Gipfels (Sanka hakuu), aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)"

Katsushika Hokusai — 1825

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

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Regensturm unterhalb des Gipfels (Sanka hakuu), aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)"

Katsushika Hokusai — 1825

Katsushika Hokusai (1760-1849) gilt als einer der bedeutendsten Künstler in der japanischen Geschichte und als einer der wichtigen Meister des japanischen Holzschnitts. Hokusais berühmtestes Werk ist die Serie Fugaku sanjū-rokkei (36 Ansichten des Berges Fuji), die zwischen 1830 und 1832 entstanden ist, als der Künstler bereits über siebzig Jahre alt war. Diese brillante Serie umfasst tatsächlich 46 Ansichten des bekannten Berges: Hokusai fügte zu den ursprünglich geplanten 36 Ansichten noch zehn weitere Szenen hinzu. Die Einfallsreichtum der künstlerischen Ausdrucksweise und die erstaunliche Vielfalt der Blickwinkel, aus denen der Berg Fuji betrachtet wird, sind ein Zeugnis von Hokusais Kreativität. Der Berg Fuji, bekannt als "Fuji-san", ist mit einer Höhe von 3.776 Metern der höchste Berg Japans. Einst ein aktiver Vulkan, war sein letzter großer Ausbruch im Jahr 1707. Schon lange vor Hokusais Zeit wurde der Berg Fuji als heiliger Berg verehrt, und zu seinen Lebzeiten war er ein Ziel für Pilger aus ganz Japan. Obwohl Hokusai für seine neuartigen und dynamischen Kompositionen bekannt ist, lag seine größte Stärke zweifellos in seinem bemerkenswerten zeichnerischen Können. Als Kolorist war er sowohl mutig als auch sensibel und sein Erfolg hing maßgeblich von der geschickten Kombination aus herausragendem Zeichnen und leuchtenden Farben ab. Hier wird der Berg mit klarem Himmel am Gipfel und einem Gewitter an seiner Basis dargestellt. Die Kombination aus den eleganten, abfallenden Seiten des Vulkans und den scharfen, gezackten Linien der Blitze am unteren Rand führt zu einem Bild von großer Einfachheit und visueller Kraft. Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

25.7 × 37.6 cm · Color woodblock print; oban

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Kohada Koheiji, aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)" — Katsushika Hokusai
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No. 06

Kohada Koheiji, aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)"

Katsushika Hokusai — 1826

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Kohada Koheiji, aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)"

Katsushika Hokusai — 1826

Dieses erschreckende Druckwerk illustriert die Geschichte von Kohada Koheiji, einem Kabuki-Schauspieler, der von dem Liebhaber seiner Frau ertränkt wurde, aber später zurückkehrte, um das Paar zu verfolgen. Die Erzählung war im 18. Jahrhundert populär und inspirierte schlussendlich einen Roman sowie mehrere Kabuki-Stücke. Hier zieht das skelettierte Gespenst des Kohada Koheiji das Moskitonetz herunter und blickt unheimlich auf das schlafende Paar in ihrem Bett. Die Sammlung des Kunstinstituts rühmt sich einer der best erhaltenen und geschätzten Ausgaben der Serie Hundert Geistergeschichten (1831–32) von Katsushika Hokusai. Der Künstler plante offenbar, insgesamt hundert Bilder zu produzieren, jedoch wurde die Serie nicht vollendet und es sind nur fünf Drucke bekannt. Der Titel bezieht sich auf ein Spiel, bei dem sich Menschen nachts versammelten, um Gruselgeschichten zu erzählen, wobei nach jeder Geschichte eine Kerze ausgeblasen wurde, bis der Raum völlig dunkel war. Diese kleinformatigen Werke kennzeichnen sich durch ein leuchtendes Blau, das durch das Berliner Blau-Pigment (oft „Preußisch Blau“ genannt) ermöglicht wurde, welches kurz vor ihrer Produktion erschwinglich wurde. Obwohl dieser Farbton uns fröhlich erscheinen mag, assoziierte Hokusais ursprüngliches Publikum ihn mit Tod und Okkultismus. Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

25.6 × 18.1 cm · Color woodblock print; chuban

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Abe no Nakamaro, siebter Dichter in der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme — Katsushika Hokusai
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No. 07

Abe no Nakamaro, siebter Dichter in der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

Katsushika Hokusai — 1830

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Abe no Nakamaro, siebter Dichter in der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

Katsushika Hokusai — 1830

Der Dichter Abe no Nakamaro aus dem achten Jahrhundert, begleitet von chinesischen Gefährten, steht auf einem Hügel in China und blickt in Richtung seiner Heimat Japan, zu der er nie zurückkehrte. In dem Gedicht, das in einer Kartusche oben rechts eingraviert ist, fragt er sich, ob der Mond derselbe ist, den er am Berg Mikasa in Nara gesehen hatte. Nakamaro, der als junger Student und Diplomat nach China geschickt wurde, verbrachte dort mehr als fünfzig Jahre. Wegen heftiger Stürme auf See scheiterten seine zwei Versuche, nach Japan zurückzukehren. Hokusai stellte nur eine Reflexion des Mondes auf dem Meer dar, um nicht zu offensichtlich zu sein. Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

24.9 × 36.4 cm · Color woodblock print; yoko oban

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Südwind, klarer Himmel, aus 36 Ansichten des Berges Fuji — Katsushika Hokusai
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No. 08

Südwind, klarer Himmel, aus 36 Ansichten des Berges Fuji

Katsushika Hokusai — 1830

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Südwind, klarer Himmel, aus 36 Ansichten des Berges Fuji

Katsushika Hokusai — 1830

Der Berg Fuji, Japans höchster Berg, erschien in den meisten japanischen Reiseführern des 19. Jahrhunderts. Landkarten zeigten oft seinen Standort mit einem Fuji-förmigen Symbol und gaben an, von wo aus Reisende den besten Blick darauf hatten. Zwischen 1829 und 1833 schuf Hokusai eine Serie von Drucken, die sechsunddreißig Ansichten des Berges darstellten, darunter auch diese Ansicht, die manchmal als „Roter Fuji“ bezeichnet wird. Die dargestellte Jahreszeit ist die Zeit zwischen Spätsommer und Frühherbst, wenn der Berg eine rötliche Färbung annimmt.

25.6 × 37.5 cm · color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Ein Blick auf den Berg Fuji und Reisende auf einer Brücke — Katsushika Hokusai
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No. 09

Ein Blick auf den Berg Fuji und Reisende auf einer Brücke

Katsushika Hokusai — 1830

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Ein Blick auf den Berg Fuji und Reisende auf einer Brücke

Katsushika Hokusai — 1830

Hier ist der Berg Fuji über die Felder von Nakahara zu sehen, direkt neben der T kaid-Straße (der Hauptstrecke entlang der Ostküste zwischen Edo und Kyoto). Im Vordergrund befindet sich das strohgedeckte Dach eines Schreins und eine Steinstatue am Ufer des Bachs.

25.1 × 37.8 cm · color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Die Platte-Herrenhaus (Sara yashiki), aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)" — Katsushika Hokusai
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No. 10

Die Platte-Herrenhaus (Sara yashiki), aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)"

Katsushika Hokusai — 1831

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

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Die Platte-Herrenhaus (Sara yashiki), aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)"

Katsushika Hokusai — 1831

Dieses Druckwerk illustriert die Legende einer Frau, die von ihrem Ehemann ermordet wurde, weil sie versehentlich Teller zerbrochen hatte. Ihre Leiche und die Scherben der Teller wurden in einen Brunnen geworfen, doch kehrte ihr Geist jede Nacht zurück, um ihn in der hier dargestellten unheimlichen Form zu heimsuchen. Die Sammlung des Art Institute bietet eine der am besten erhaltenen und geschätzten Ausgaben von Katsushika Hokusais Serie Hundert Geistergeschichten (1831–32). Der Künstler plante offenbar, ganze hundert Bilder zu produzieren, doch wurde die Serie nicht vollendet und es sind nur fünf Drucke bekannt. Der Titel verweist auf ein Spiel, bei dem die Teilnehmer sich nachts versammeln, um gruselige Geschichten zu erzählen, wobei nach jeder Geschichte eine Kerze gelöscht wird, bis der Raum vollkommen dunkel ist. Diese kleinformatigen Werke zeichnen sich durch eine leuchtend blaue Farbe aus, die durch das Berliner Blau-Pigment (häufig als „Preußischblau“ bezeichnet) ermöglicht wurde, das kurz vor ihrer Produktion erschwinglich geworden war. Obwohl uns dieser Farbton fröhlich erscheinen mag, verband Hokusais ursprüngliches Publikum ihn mit Tod und dem Okkulten. Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

25.5 × 18.6 cm · Color woodblock print; chuban

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

Der Schilfmäher, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte — Katsushika Hokusai
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No. 11

Der Schilfmäher, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

Katsushika Hokusai — 1834

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Der Schilfmäher, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

Katsushika Hokusai — 1834

Das Thema dieses Entwurfs könnte mit einem Gedicht aus dem Jahr 1309 in Verbindung stehen, das die folgenden Zeilen enthält: Als ich Pferdeschwänze schnitt, erschien der Herbstmond, der durch die Bäume auf dem Berg Sonahara scheint.

52.1 × 23 cm · color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Der Minister Tōru Daijin am See unter einem Halbmond, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte — Katsushika Hokusai
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No. 12

Der Minister Tōru Daijin am See unter einem Halbmond, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

Katsushika Hokusai — 1834

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Der Minister Tōru Daijin am See unter einem Halbmond, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

Katsushika Hokusai — 1834

Ein hochrangiger Minister, Toru (822–895), war der Sohn eines Kaisers. In dieser Szene genießt er die Gesellschaft von zwei anderen Männern in seinem Landschaftsgarten, der den Blick auf das Wasser bietet. Hier hat Hokusai möglicherweise ein Gedicht von Toru illustriert, das von Booten spricht, die im hellen Mondlicht auf dem Wasser treiben, beschattet von den Kiefern.

52 × 23 cm · color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Gedicht von Minamoto no Muneyuki aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme — Katsushika Hokusai
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No. 13

Gedicht von Minamoto no Muneyuki aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

Katsushika Hokusai — 1835

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Gedicht von Minamoto no Muneyuki aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

Katsushika Hokusai — 1835

Katsushika Hokusai gestaltete diese Druckserie aus der Perspektive einer verwirrten Amme, die versucht, klassische Poesie darzustellen, dabei aber die subtilen Anspielungen verfehlt. Diese Interpretation erzeugt ein damals als komisch empfundenes Missverhältnis zwischen Gedicht und Bild. Das Gedicht auf diesem Druck lautet wie folgt: Im Bergdorf ist es im Winter, dass meine Einsamkeit am meisten zunimmt, wenn ich daran denke, wie beides vertrocknet ist, das Gras und die Besuche der Menschen. —Übersetzung von Joshua Mostow Während der Adlige Minamoto no Muneyuki (gestorben 939) von welkendem Gras schrieb, stellt sich die Amme stattdessen eine lebhafte Szene mit Jägern vor, die sich um ein Feuer wärmen.

24.2 × 35.3 cm · Color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Gedicht des Kaisers Sanjo, aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme — Katsushika Hokusai
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No. 14

Gedicht des Kaisers Sanjo, aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

Katsushika Hokusai — 1835

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

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Gedicht des Kaisers Sanjo, aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

Katsushika Hokusai — 1835

Ein Priester erhebt ein Gohei, ein rituelles Werkzeug, an dem zickzackförmige Streifen weißen Papiers an einem Stab befestigt sind, während die umstehenden Figuren ehrfürchtig vor einer vom Mondlicht beleuchteten Zeremonie zu Ehren von Kaiser Sanjo (976–1017, regierte 1012–16) sich verneigen.

25.6 × 37.3 cm · color woodblock print

Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

Ein Bauer überquert eine Brücke, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte — Katsushika Hokusai
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No. 15

Ein Bauer überquert eine Brücke, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

Katsushika Hokusai — 1835

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

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Ein Bauer überquert eine Brücke, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

Katsushika Hokusai — 1835

Ein alter Bauer kehrt zurück vom Sammeln der beiden Bündel Schachtelhalm, die von einer Stange über seiner Schulter hängen. Von den verschiedenen Gedichten über das Sammeln der Schachtelhalme in den alten Anthologien wird angenommen, dass Hokusai an dieses Gedicht aus einer Sammlung von 1303 dachte: Als ich die Schachtelhalme schnitt, erschien der Herbstmond Schimmernd durch die Bäume Auf dem Berg Sonahara. (Übersetzt von Matthi Forrer) In dieser Serie von zehn Drucken wurde das betreffende Gedicht nicht im Design aufgenommen. Stattdessen stellte der Künstler die Vorliebe des Edo-Publikums für Rätsel auf die Probe. Die Betrachter erfreuten sich daran, die Quelle eines Gedichts und dessen Autor zu bestimmen. Text: Art Institute of Chicago, CC BY 4.0 (translated)

50 × 23.2 cm · Color woodblock print; nagaban

Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

Eine Ausstellung von Xibit360 aus gemeinfreien Werken. Sie steht in keiner Verbindung zum Künstler oder zu den genannten Sammlungen.

Bildnachweise

  • Tsukasa und andere Kurtisanen des Ogiya betrachten den Herbstmond, der über Reisfeldern vom Balkon in Yoshiwara aufgeht

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Die Dichterin Ono no Komachi, aus der Serie "Die sechs unsterblichen Dichter (Rokkasen)"

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

  • Korb mit Pfingstrosen

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Die große Welle vor Kanagawa (Kanagawa oki nami ura) aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)", auch bekannt als Die große Welle

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

  • Regensturm unterhalb des Gipfels (Sanka hakuu), aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji (Fugaku sanjurokkei)"

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

  • Kohada Koheiji, aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)"

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

  • Abe no Nakamaro, siebter Dichter in der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

  • Südwind, klarer Himmel, aus 36 Ansichten des Berges Fuji

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Ein Blick auf den Berg Fuji und Reisende auf einer Brücke

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Die Platte-Herrenhaus (Sara yashiki), aus der Serie "Hundert Geistergeschichten (Hyaku monogatari)"

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

  • Der Schilfmäher, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Der Minister Tōru Daijin am See unter einem Halbmond, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Gedicht von Minamoto no Muneyuki aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Gedicht des Kaisers Sanjo, aus der Serie Hundert Gedichte von hundert Dichtern, erklärt von der Amme

    Sammlung: The Cleveland Museum of Art · CC0 · Originalbild ↗

  • Ein Bauer überquert eine Brücke, aus der Serie Wahrer Spiegel chinesischer und japanischer Gedichte

    Sammlung: The Art Institute of Chicago · CC0 · Originalbild ↗

Über die Künstlerin

Katsushika Hokusai (1760–1849) war ein japanischer Künstler der Edo-Zeit, ein Meister des ukiyo-e Holzschnitts und einer der einflussreichsten Künstler aller Zeiten. Während seiner rund siebzigjährigen Karriere arbeitete er unter mehr als dreißig Namen und schuf Gemälde, Buchillustrationen, Surimono und Landschaftsdrucke. Seine Serie "Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji" (ca. 1830–32), die "Die große Welle vor Kanagawa" beinhaltet, machte die Landschaft zu einem führenden Thema der japanischen Druckkunst und begeisterte später Künstler in Europa.

Porträt: Selbstporträt als alter Mann · Public Domain, via Wikimedia Commons

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